Gesellschaft / Meinungen 24.02.10
Text: Anna Franz
Umfrage zum Titelthema: „Junge Verlage"
Katrin, 15, Schülerin auf der deutsch-französischen Schule:
„Da ich auf einer deutsch-französischen Schule bin, lese ich eigentlich nur französische Bücher. Mein letztes deutsches Buch war „Leben des Galilei" von Bertholt Brecht, das haben wir in der Schule gelesen und ich fand es eigentlich relativ interessant. Mein Lieblingsbuch ist „Au cœur de ma nuit" (Originaltitel: „Let's get lost" von Sarra Manning, d.A.), darin geht's um ein sechzehnjähriges Mädchen, das seine Mutter durch einen Unfall verloren hat. Damit kommt sie nicht klar, sackt ab, trinkt Alkohol und so. Mir gefällt daran gut, dass man sich mit der Hauptperson identifizieren kann, die Probleme hat, die man als Jugendlicher kennt."
Dominico, 23, studiert BWL in St. Ingbert:
"Lesen? Da habt ihr leider komplett den Falschen erwischt. Ich lese eigentlich gar nicht, weil... keine Zeit, sag ich mal, aber auch mangelndes Interesse, zu wenig Überblick über den aktuellen Büchermarkt, sowas. Aber ich lese regelmäßig den „Rheinischen Merkur", eine Tageszeitung."
Isabella, 15, Schülerin auf der deutsch-französischen Schule:
„Von Liebesgeschichten bis zu historischen Romanen lese ich eigentlich alles. Mein Lieblingsbuch ist „Die Insel des Sturms" von Nora Roberts. Es handelt von einer dreißigjährigen Frau, die nochmal neu beginnen will und nach Irland zieht. Sie möchte ein Buch über Irland schreiben und man erfährt viel über die irische Kultur, die Bräuche, das hat mich sehr fasziniert."
Éric, 22, arbeitet in einer Bank:
„Ich lese vor allem Zeitschriften über Sport und ansonsten Bücher über aktuelle Sachen. Aber eigentlich lese ich kaum. Ich mag lieber ins Kino gehen oder Fernsehen, ich hab noch nie viel gelesen."
Arnika, 25, englische Literaturwissenschaft im 9. Semester:
„Klar lese ich gerne, ich studiere auch englische Literaturwissenschaft. Mein Lieblingsbuch ist auch ein englisches, „The picture of Dorian Grey" (von Oscar Wilde). Das ist ein Klassiker, mal eine ganz andere Geschichte. Es geht um einen jungen Mann, von dem ein Portrait gefertigt wird und er wünscht sich, dass das Bild statt ihm altert. Er führt dann ein sehr ausschweifendes Leben, und das Bild verändert sich tatsächlich mit der Zeit, und er bleibt weiterhin so jung."
(Umfrage und Fotos: Anna Franz / Zeichnungen: Christina Koormann)
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titelthema
Der amerikanische Blick auf Europa |
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