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Gesellschaft / Meinungen 05.10.11

Kneipologie oder Red light district management?

Text: Anna Franz

tt_back_viewbackview-teaserUmfrage „NEUES SEMESTER - NEUES UNGLÜCK"
Jedes Jahr gibt es mehr Studiengänge und bei vielen ist unklar, was sich hinter den oft kreativen Namen verbirgt. back view hat euch zum Semesterbeginn gefragt: Wenn ihr euren eigenen Studiengang kreieren könntet, welcher wäre das?



Daniela, 23, studiert Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik:

„Ich würde zurück nach Regensburg gehen und die Kneipenlandschaft studieren. Regensburg hat (nach Frankfurt a.M.) die höchste Kneipendichte Deutschlands! Meine Abschlussarbeit wäre natürlich ein Vergleich zwischen Frankfurt und Regensburg, um zu klären, wo die Kneipendichte nun tatsächlich höher ist. Wichtig ist auch, die Qualität zu messen, weil der Ort mit den meisten Kneipen ja nicht unbedingt auch das beste Bier hat. Die Recherche für die Abschlussarbeit würde ich nicht aus der eigenen Tasche bezahlen, sondern sponsern lassen. Hinterher kann ich meine Ergebnisse dann ganz groß rausbringen! Der Name des Studiengangs: Kneipologie!"

Lukas, 20, studiert Geschichte auf Lehramt:
„In Holland gibt's den Studiengang „facility management", auf Deutsch Hausmeister. Ich bin ja moralisch flexibel, würde namentlich daran angelehnt also einen neuen Studiengang entwerfen: „Red light district management", Erwachsenenunterhalter im Rotlicht-Milieu. Das wäre doch ein großer Markt!"

Honorata, 23, studiert Jura:
„Ich würde einen Studiengang erfinden, der Fremdsprachen wie Deutsch, Englisch und Italienisch mit Themen wie Jura und Betriebswirtschaft vereint. Ich mag Sprachen sehr gern, interessiere mich aber auch für Recht und Wirtschaft."

Martin, 21, studiert Architektur:
„Ich muss gar keinen Studiengang mehr erfinden, Architektur verbindet alles perfekt. Es gibt den künstlerischen Aspekt, das Entwerfen und Zeichnen, und den technischen Aspekt. Wenn man Kunst studiert, muss man ja ein wenig verrückt sein und sich mit seinen Ideen von den anderen abheben. Architektur dagegen ist bodenständiger und sozusagen die „rationale" Variante des Kunststudiums."

Danika, 23, studiert BWL (Master):
„Ich würde BWL noch einmal erfinden. Es ist doch der perfekte Studiengang: Man kann alles damit machen, muss sich nicht festlegen und hat trotzdem eine fundierte Ausbildung. Eine Welt ohne Wirtschaft würde gar nicht funktionieren."

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tt_back_viewTITELTHEMA "NEUES SEMESTER - NEUES UNGLÜCK"
Drei Erstis und ihre neuen Erlebnisse
Eine Masterstudentin über ihre Erinnerungen an den ersten Unitag
Über die Anwerbeversuche von Versicherungen
Kommentar über die neue Unabhängigkeit
Über unseriöse Wohnungsangebote

(Umfrage und Fotos: Anna Franz / Zeichnungen: Christina Koormann)

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