Kultur / Life & Art 28.12.10
Text: Ronja Heintzsch
KINO
Großes Kino erlebten Zuschauer auf der ganzen Welt, als der 3D-Film „Avatar - Aufbruch nach Pandora" ("Bildgewaltiges 3D-Epos") im vorangegangenen Jahr über die Leinwände flimmerte und seine Zuschauer in eine faszinierende Welt entführte. Zudem erschien mit „Eclipse - Biss zum Abendrot" ("Man muss sich durchbeißen...") der dritte Teil der Vampirsaga, der Teenager rund um die Welt in Entzücken versetzte - unsere Filmkritikerin Julia Hanel jedoch nicht in ihrer Urteilsfähigkeit hemmte. Zwei Wochen später wurden Kinobesucher dafür härter auf die Probe gestellt, als der „Geniestreich" Christopher Nolans „Inception" ("Träumst du noch oder lebst du schon") Premiere feierte. Ebenso erwähnenswert: Die Verfilmung einer der bedeutendsten deutschen Dichter, „Goethe!" ("Die wunderbaren Leiden des jungen Goethe"), der erste Teil von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" ("Horkruxe statt Hogwarts"), sowie der argentinische Oscarpreisträger „In ihren Augen". Zudem wechselt back view-Redakteurin Anna Franz seit Dezember 2010 Julia Hanels Kinoecke regelmäßig mit französischen Filmen ab; den Anfang machte „Potiche"("Die Rache einer Frau").
TV
Auch in diesem Jahr verzweifelte Melanie Nees wieder am Sinn und Unsinn des deutschen Fernsehens. Zwischen dem Analysieren des „perfekten Dinners" ("Das perfekte Entertainment"), welches sie als „einfach, aber erfolgreich" beschrieb und dem Aufdecken der tatsächlichen Parallelen zwischen der TV-Sendung „Vampire Diaries" und der Twilight-Saga ("Vampire Diaries - die Twighlightkopie?"), fand Melanie jedoch auch noch eine kleine Perle im deutschen Fernsehen, „Switch Reloaded" ("Spott an die richtige Adresse"), bevor sie sich im November dazu entschloss, dem Fernsehen, das fernab von Niveau und guter Unterhaltung gelandet ist, den Rücken zu kehren ("Let me entertain you - Nein danke!").
LITERATUR
Nachdem wir im Februar unter dem Titelthema „Junge Verlage" die Gründerin des Hosentaschenverlags interviewten ("Ich wollte machen, nicht nur reden") und den Verlag weissbooks.w ("Weiße sind alles andere als eintönig") vorstellten, stand uns der Reisereporter Andreas Altmann in einem Interview Rede und Antwort zu seinem neuen Buch „Triffst du Buddha, töte ihn!". Außerdem empfahl Julia Hanel in ihrer Kulturecke mit Jacques Berndorfs „Der Meisterschüler" back view-Lesern ein „Glanzstück der deutschen Thriller-Literatur" und mit Suzanne Collins „Die Tribute von Panem" einen spannenden Zukunftsroman ("Intelligente Story").
BILDUNG
Im Rahmen des Titelthemas „Aufbruch ins Studium" stellte Julia Radgen die Vorteile des Studentenlebens ("Lange schlafen, viel feiern und nebenbei noch studieren") vor, während Regina G. Gruse sich mit dessen Nachteilen ("Burn-Out-Studenten") beschäftigte und eine Orientierungshilfe in puncto Studienplatzsuche gab ("Orientierung im Studienchaos").
MUSIK
Auch in musikalischer Hinsicht hatte back view dieses Jahr einiges zu bieten - zum größten Teil aus Norwegen: Ute Engel stellte die Band „Datarock" ("DATAROCK rockt") aus Bergen vor, Miriam Keilbach schrieb ein Portrait der erfolgreichen Sängerin Marit Larsen ("Vom Kinderstar zur musikalischen Super-Frau") und interviewte die Band „Donkeyboy" ("Ich war seit 17 Monaten nicht feiern"), die wie die Sängerin aus Norwegen stammt. Mit der Band „ANAJO" ("Monikas Tanzband & Hotelboy"), die bereits als Vorband der Sportfreunde Stiller spielten, kehrten wir anschließend wieder nach Deutschland zurück, um Lena Meyer-Landrut ("Lena, du hast gewonnen!") zu feiern, die für uns in - welch Überraschung - Norwegen (!) den Eurovision Song Contest gewann und ganz Europa mit ihrer unkonventionellen Art bezauberte. Zudem interviewte Miriam Keilbach die Band „Stanfour" ("Radioerfolg ist für uns zweitrangig") aus Föhr und „Silbermond" ("Eigentlich sind wir die perfekten Schwiegersöhne"). Hanna Zehschnetzler portraitierte „Eskimo the Soulion", der seit zehn Jahren im Musikgeschäft ist und eine Mischung aus Rap, Reggae und Soul an seine Zuhörer bringt ("Musik ist alles!").
2010 - „Das Jahr Lena" - geht vorüber und back view blickt gespannt ins Jahr 2011, wenn der Eurovision Song Contest in Düsseldorf stattfinden wird. Auf dies und vieles Weitere dürfen sich back view-Leser nächstes Jahr im Ressort Kultur freuen.
(Text: Ronja Heintzsch)
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