Politik /
International
28.12.11
Text:
Konrad Welzel
Das Politik-Ressort 2011Europa, Euro, Krise - das sind die Worte, die uns Europäer das gesamte Jahr über im politischen Geschehen verfolgt haben. Bei
back view standen allerdings auch ganz andere Geschichten im Vordergrund. Themen, die abseits des Medienmainstreams liefen und dennoch von Bedeutung sind.
Der internationale Blick auf die PolitikÜber
„Eine endende Ewigkeit" berichtete
Benjamin Eichler im September des Jahres. Hintergrund war eine mutmaßlich falsch ausgesprochene Todesstrafe gegen den US-Amerikaner Troy Davis. Einen Monat davor schrieb
Raphael Bauer von seinen
Erlebnissen zu den Studentenprotesten in Chile. Im Rahmen eines Auslandsjahres lebt er in Santiago de Chile und hat die Demonstrationen hautnah miterlebt.
„Der schwarze Tod lebt" - so titelte
Jerome Kirschbaum im April und warf einen Blick auf ein in Europa längst in Vergessenheit geratene Krankheit: Die Pest. In Madagaskar und anderen Gebieten dieser Erde fordert diese aber nach wie vor noch Opfer. Ende Mai analysierte
Jerome zudem die
Wirkung von Elektroschock-Pistolen. Gerade in den USA gibt es zahlreiche Todesopfer, dennoch schwärmen Polizisten auf der ganzen Welt von dieser „nicht-letalen Waffe".
Julia Jung berichtete im Januar von den schlimmsten
Überschwemmungen, die Australien seit 50 Jahren erlebte. Wochenlang waren Urlaubsparadiese vom Wasser überflutet. Im Frühjahr 2011 war
Matthias Matt Bannert in Ägypten unterwegs. Für
back view berichtete er von seiner Reise und schilderte seine Eindrücke der Revolution sowie der Erlebnisse der Menschen vor Ort. In einem Kommentar schrieb
Eric Elert im Mai über den
Tod des meistgesuchten Terroristen der Welt: Osama bin Laden.
Die Politik in EuropaÜber Weißrussland, die letzte Diktatur Europas, und eine Bevölkerung auf dem demokratischen Abstellgleis schrieb im Februar
Ronja Heintzsch. Damals war es eine Bestandsaufnahme einen Monat nach der Präsidentschaftswahl, die Alexander Lukaschenko mit nahezu 80 Prozent für sich entschied.
Im April stellte sich
Miriam Gräf der Frage
„Wohin führt die verschleierte Diktatur?" und analysierte den kasachischen Präsidenten und seinen schwach ausgeprägten Hang zu demokratischen Strukturen.
Über die aktuelle politische Bewegung in Frankreich und dessen Hang zur rechten Politik schrieb
Anna Franz im Mai. Im Mittelpunkt stand dabei das
Verbot der Burka wenige Wochen zuvor. Im November kommentierte
Oliver Fläschner die Rolle
egoistischen Verhaltens in unseren europäischen Sozialsystemen. So schrieb er, dass soziale Hilfe aus reinem Eigennutz an den Staat abgegeben wird.
Am 26. April jährte sich die
atomare Katastrophe von Tschernobyl um 25. Mal.
Benjamin Eichler erklärte, wie damals aus einer Übung bitterer Ernst wurde und, wie es überhaupt zu dem Unglück kommen konnte. Bis heute sind die genauen Ausmaße und Opferzahlen unbekannt.
Die
Europäische Union zeichnet sich durch eine besondere Flüchtlingspolitik aus. Durch die arabischen Freiheitsbewegungen standen die Grenzregelungen Europas unter besonderer Beobachtung.
Jerome Kirschbaum zeichnete im Juni ein eher fremdenskeptisches Bild. Im September widmete sich
Jerome dann dem
„Geschäft mit den Genpflanzen". In einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wurden die Gentechniker in die Schranken gewiesen und die besondere Rolle des Agrarunternehmens Monsanto herausgestellt.
Das deutsche PolitikgeschehenZur Innenpolitik hat
Benjamin Eichler im Mai ein
Interview mit der Amnesty-Polizeiexpertin Katharina Spieß geführt. Sie sprach mit ihm über die Krawalle zum 1. Mai in Berlin und Hamburg sowie über das angeprangerte überharte Verhalten der Polizei.
Miriam Keilbach schrieb im März über die
neuen Entwicklungen zum Bauprojekt des Stuttgarter Bahnhofs. Jahrelang ging es nur um einen Bahnhof und neue Bahnstrecken. Aber plötzlich war es ein Politikum. Tausende Schwaben demonstrierten gegen das Projekt. In einem weiteren Artikel kommentierte
Miriam im Juni die Killerseuche
EHEC und den Umgang mit den Erregerquellen.
Ebenfalls im Juni blickte
Eric Elert auf den
Tag der Organspende, da im Bundestag große Umbrüche diskutiert wurden. Der Grund: Bis zu acht Jahre müssen Menschen in Deutschland auf eine rettende Organspende warten - Zeit, die sie eigentlich nicht haben.
Der back view-Jahresrückblick 2011 KULTUR SPORT GESELLSCHAFT WELTENBUMMLER TITELTHEMEN (Text: Konrad Welzel)
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