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Gesellschaft / Brennpunkte 03.12.08

Warum das HI-Virus so gefährlich ist

Text: Ronja von Wurmb-Seibel

Der aktuelle medizinische Stand
Im November diesen Jahres sorgte ein medizinischer Erfolg an der Berliner Charité für Aufregung: Mit einer gezielten Transplantation von Stammzellen konnten Wissenschaftler nach eigenen Angaben die HIV-Infektion eines Patienten erfolgreich bekämpfen. Ein 42-jähriger Amerikaner war an Leukämie erkrankt und wurde mit Stammzellen eines Spenders behandelt, der eine extrem seltene Genveränderung aufwies.

Diese bewirkt, dass das HI-Virus erst gar nicht, oder zumindest nur sehr schwer in die Immunzellen gelangt. Menschen mit dieser Veränderung können teilweise sogar immun gegen den gefährlichen Virus sein. Bei dem betroffenen Patienten an der Berliner Charité sind auch mehr als 20 Monate nach der Rückenmarks-Transplantation keine Viren mehr nachweisbar. Und das, obwohl die medikamentöse Behandlung der Immunschwäche inzwischen eingestellt wurde.
Experten warnen jedoch trotz dieses spektakulären Erfolgs vor allzu euphorischen Erwartungen. Der Patient in Berlin hatte, so eine oft gehörte Meinung, vor allem Glück: Erstens fanden sich ungewöhnlich viele Knochenmarkspender und zweitens war unter ihnen einer mit der entsprechende Genveränderung - eine Tatsache, die man auf keinen Fall voraussetzen kann. Auch wenn bei dem 42-Jährigen bisher weder im Blut, noch im Magen-Darm-Trakt Viren gefunden wurden, muss das nicht heißen, dass das HIV sich nicht weiterhin im Körper befindet. Die Viren können sich nämlich auch in anderen Organen, wie etwa der Milz, befinden. Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt warnt in einem Interview mit dem M-Männermagazin: „HIV/AIDS ist zwar dank medizinischer Forschung therapierbar geworden. Die Krankheit ist aber nach wie vor unheilbar und tödlich!"

Zum trickreichen Gegner macht den HI-Virus vor allem die Tatsache, dass er ständig neue Resistenzen gegen bestehende Medikamente entwickelt. Hauptsächliches Ziel einer Therapie ist es daher, die Virusmenge im Blut, die so genannte „Viruslast", möglichst stark zu senken. Denn wo das Virus sich nicht vermehrt, kann es auch keine Resistenzen bilden.

In der Behandlung des gefährlichen Erregers hat deshalb in letzter Zeit, vor allem auch im vergangenen Jahr ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Während früher kombinierte Therapien mit verschiedenen Medikamenten erst relativ spät verordnet wurden, ist es inzwischen geläufiger, schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt im Krankheitsstadium mit den so genannten „Kombinationstherapien" zu beginnen. Dabei wird die Vermehrung des Virus auf immer wieder andere Weise blockiert. Auch wenn die Nebenwirkungen der Medikamente immer noch problematisch sind, gibt es fast immer eine Kombination, die gut in das Leben des Einzelnen passt. Wichtig ist vor allem, das Leben der Betroffenen zu normalisieren, was durch individualisierte Therapien besser möglich ist als früher.

Therapiepausen, das heißt Phasen, in denen keine Medikamente eingenommen werden, nehmen hingegen ab. Grund dafür ist die Tatsache, dass in diesen Behandlungspausen Nebenwirkungen stärker auftreten beziehungsweise den Körper stärker angreifen können. „Trotzdem gibt es natürlich Situationen, wo jemand sagt, ich habe die Schnauze voll. Ich brauche jetzt eine Pause. Dann muss der Arzt die Pause begleiten", erklärt Dr. Keikawus Arastéh in einem Interview mit dem M-Männermagazin.

Für einen entscheidenden Umbruch hat im vergangenen Jahr eine Studie gesorgt, die die Eidgenössische Kommission für AIDS-Fragen (EKAF) im August auf der Welt-Aids-Konferenz in Mexiko-Stadt vorgestellt hat. Diese Studie besagt, dass HIV-Positive unter bestimmten Voraussetzungen ungeschützten Sex mit Negativen haben könnten. Wenn der Betroffene sich in Therapie befindet und an keinen zusätzlichen Geschlechtskrankheiten, wie zum Beispiel Herpes oder Syphilis leidet, sei das Risiko bei ungeschütztem Sex so gering, dass es praktisch keine Ansteckungsgefahr gibt. In Fachkreisen ist die Studie jedoch höchst umstritten - auf darf keinen Fall als verbindlich anerkannt werden.

(Autorin: Ronja von Wurmb-Seibel)

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das ist doch schwach sinn alles ist gelogen alter man digii
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nix gelogen du kein ahnung haben ^^
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