Sport / Handball 24.05.10
Text: Carolin Schmitt
Fast schon selbstverständlich dass die Hamburger O2 World bereits Monate im Voraus ausverkauft war. 13 296 Fans wurden letztlich gezählt, soviel wie noch nie zuvor in sieben Jahren Derbygeschichte. Die Zuschauer sahen ein spannendes Spiel mit einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, die mit einer Ein-Tor-Führung für Kiel endete. Auf den Rängen war man sich jedoch einig: Es war noch nichts entschieden. Unter dem ohrenbetäubenden Applaus der Fans ging es in Durchgang Zwei. Der THW Kiel konnte sich früh mit zwei Toren absetzen.
Durch eine gute Torwartleistung von Johannes Bitter sowie einigen überraschenden und erfolgreichen Würfen von Domogoi Duvniak kamen die Hamburger zwar immer wieder auf ein Tor heran, doch der Ausgleichstreffer wollte einfach nicht fallen. Mehrmals erhob sich das blaue Rund, um untätig dabei zuzusehen wie ein ums andere Mal die entscheidende Chance nicht genutzt wurde. So war es letztlich auch bezeichnend für den gesamten Spielverlauf dass der THW die Nase knapp vorne behielt und das Spiel mit 31:33 für sich entscheiden konnte.
Die Enttäuschung war den HSV Spielern und Fans natürlich sichtlich anzusehen, doch letztlich musste man auch in Hamburg anerkennen, dass der THW an diesem Tag einfach energischer agierte und die letzte Konsequenz hatte, die dem blau-weißen Angriff fehlte.
Nun bleibt den Hamburgern nur noch die theoretische Chance auf einen Patzer der „Zebras" beim Heimspiel gegen Balingen oder beim Saisonabschluss in Großwallstadt. Dann könnte man am 05. Juni vielleicht doch noch die langersehnte erste Meisterschaft an der Elbe feiern. Doch bis dahin führt der THW Kiel die Tabelle mit einem Punkt an und steuert zielstrebig auf die vierte Meisterschaft in Folge zu. Zudem können die Zebras mit einem Sieg beim Champions League Final Four in Köln am 29. und 30. Mai sogar noch das Double holen.
(Text: Carolin Schmitt)
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