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Sport / Wintersport 26.01.10

The Final Countdown - noch 17 Tage!

Text: Claudia Macht

Die Biathleten bereiten sich auf Olympia in Vancouver vor
In nicht einmal drei Wochen ist es soweit - die 21. Olympischen Winterspiele werden vom 12. - 28. Februar  in Vancouver ausgetragen. Bei insgesamt 86 Entscheidungen kämpfen die olympischen Athleten um Edelmetall. Auch die deutschen Biathleten und Biathletinnen sind dabei - und auf Medaillenkurs!

Nach einem doch recht holprigen Start in die Saison erreichten die deutschen Biathleten am Wochenende in Hochfilzen beim letzten Weltcup vor den Winterspielen die langersehnte Hochform: Von 18 Podestplätzen waren 11 von deutschen Athleten belegt. Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen zeigt die Formkurve wieder steil nach oben, nachdem Podestplätze zu Beginn der Saison lange auf sich warten ließen.

Und trotzdem können noch nicht alle beruhigt durchatmen. Während bei den Damen Tina Bachmann, Martina Beck, Simone Hauswald, Andrea Henkel, Magdalena Neuner, und Kati Wilhelm schon vor einiger Zeit die Tickets für Olympia lösten, schafften es bei den Herren nur Michael Greis, Christoph Stephan, Andreas Birnbacher und Arnd Peiffer, die Olympia-Norm - entweder einmal unter die besten Acht oder zweimal unter die besten 15 eines Rennens zu kommen - zu erfüllen. Über die Olympia-Nominierung von Alexander Wolf, Michael Rösch und Simon Schempp muss nun Bundestrainer Frank Ulrich entscheiden.

In je fünf Disziplinen werden Damen und Herren in den Wettkämpfen gegeneinander antreten: Sie werden sich in Sprint, Verfolgung, Einzel, Massenstart und Staffel im kanadischen Whistler messen. Doch vorher geht es für die deutschen Ski-Jäger noch einmal in die heimischen Trainingslager, um letzte Feinheiten in die entscheidenden Abläufe zu bringen, um dann am 1. Februar über den großen Teich nach Vancouver Island zu fliegen

Trotz aller guter Ergebnisse ist es dennoch schwer zu prophezeiten, wer am Ende ganz oben stehen wird: Nach der intensiven letzten Saison scheint die Weltspitze des Biathlons in Vorbereitung auf Vancouver nun noch enger zusammen gerückt - die Leistungsdichte unter den Athleten ist enorm. Insbesondere bei den Staffeln können wir daher spannende Entscheidungen erwarten, standen bei Herren und Frauen in dieser Saison bisher fünf verschiedene Teams auf dem Podest.

Doch auch in den Einzelrennen bleibt es interessant: Wie die bisherigen Weltcups zeigten, konnten die Gesamtweltcup-Sieger aus dem letzten Jahr, Helena Jonsson und Ole Einar Bjørndalen die gute Form offensichtlich in die neue Saison mitnehmen und ausbauen. Auch bei dem 24-jährigen Landsmann Bjørndalens Emil Hegle Svendsen handelt es sich mit fünf Podestplätzen bei acht bestrittenen Rennen, ebenso wie bei der Schwedin Anna-Carin Olofsson, die sich in der Saison bisher wieder gewohnt laufstark zeigte, um Medaillenkandidaten. Doch die Österreicher um Christoph Sumann und Dominik Landertinger, ebenso wie die Franzosen um die Fourcade-Brüder bewiesen in dieser Saison mit einer starken Mannschaftsleistung, dass mit ihnen zu rechnen sei. Durch eine Serie von sieben Podiumsplätzen in den letzten sieben Rennen besticht auch Magdalena Neuner mit einer Konstanz, die man so lange nicht bei ihr gesehen hat.

Doch alle gewonnenen Wettkämpfe sind unwichtig, wenn man die gezeigte Leistung nicht zu den Spielen abrufen kann. Wer Gold holen will, muss nicht nur die Form über die nächsten Tage retten, sondern vor allem Nervenstärke beweisen.

(Text: Claudia Macht)

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